WIE VON GEISTERHAND: Das autonome Auto.                                 Dienstag, 7.März 2017, 19.30 Uhr     

Eine gelungene Veranstaltung mit begeisterten Zuhörern: Auch um 21.45 Uhr wollten alle noch bleiben.

Mit großem Applaus belohnt wurde Prof. Dr. Alexander Braun von der Hochschule Düsseldorf, als gegen 21.45 Uhr unser Vizepräsident Michael Schramm um Verständnis bat, nun nach über 2 1/4 Stunden den Referenten zu "entlassen". Hinter uns lag ein hoch- interessanter Vortrag zu einem Thema, dessen Kom- plexität und Vielseitigkeit den allermeisten Zuhörern bis dahin fremd gewesen sein dürfte. Viele hatten wohl eher einen technisch-trockenen Vortrag erwartet  und wurden nun von Prof. Braun angenehm überrascht: Locker und humorvoll, aber immer mit großer Kompetenz und auch für Nicht-Physiker bestens verständlich dargestellt, wurde allen klar:

Die technischen Probleme sind z. T. gelöst oder erscheinen lösbar. Sensoren und Kameras in Verbindung mit Bordcomputern und GPS-Daten liefern dem autonomen Auto ein Bild von seiner Umgebung. Daraus entstehen Steuerbefehle für z. B. Lenkung und Bremsen, damit das Auto unfallfrei durch diese Umgebung fährt. Dieses System übernimmt also an Stelle des Fahrers die Überwachung der Umgebung und die notwendigen Reaktionen, wie z. B. beim Einparken in eine Parklücke – das klappt doch schon! Doch – Technik ist nicht alles! Prof. Braun machte deutlich, dass auch zahlreiche gesellschaftliche Fragen auf Antworten warten:

  • Wollen wir uns in ein Auto setzen, dass kein Lenkrad mehr hat? Wieweit vertrauen wir der Technik?
  • Wer haftet bei einem Unfall, wenn kein Fahrer, sondern die Technik das Auto lenkt?
  • Und auch dieser Aspekt darf nicht außer Acht gelassen werden: Im Straßenverkehr gibt es bezogen auf die Kilometerleistung ca. 1000 mal mehr Tote als im Flugverkehr. Und 88% der Unfälle im Straßenverkehr beruhen auf einem Fehlverhalten der Fahrer. Das autonome Auto kann die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr dramatisch verringern.
Gespannt und konzentriert folgen die Zuhörer dem Vortrag

Eines wurde deutlich: Aufhalten können wir das autonome Auto nicht mehr, aber bis zum Ziel sind noch technische und insbeson- dere auch gesellschaftliche Hürden zu überwinden.

 

Die Aula des Antoniuskollegs, die wir freundlicherweise wieder für dieses Vortrag nutzen konnten, war trotz Regen gut gefüllt und der Spendenkasten am Ausgang blieb nicht leer. Unserer ganz besonderer Dank gilt natürlich Alexander Braun, der von Essen angereist war und für den Lions Club diesen eindrucksvollen Abend gestaltet hat. Er ging nicht mit leeren Händen: ein Lionell, übergeben von Michael Schramm,  hat ihn auf der Heimfahrt begleitet.

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